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Die Region

Ihr Ferienziel Klotten liegt mitten im romantischen Moseltal, in einer über Jahrhunderte gewachsenen Kulturlandschaft, die schon die Römer wegen ihres milden Klimas zu schätzen wussten.

Genießen Sie Urlaubsromantik in einer der reizvollsten Regionen der Mosel, der traumhaft schönen Landschaft mit ihren steilen, terrassenförmig angelegten Weinbergen, der exotischen Flora und Fauna, den mittelalterlichen Burgen, den romantischen Kirchen und heimeligen Winzerdörfern, den engen Seitentälern mit ihren Bächen und noch vielem mehr, das es zu entdecken gilt...

Das Dortebachtal, ca. 1 km moselabwärts von Klotten gelegen, ist ein alpin anmutendes Erosionstal mit vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten, die sich auf den Trockenrasenhängen pontischer Herkunft befinden.

Klotten und das "Cochemer Land" freuen sich auf Ihren Besuch!

Auf den folgenden Seiten finden sie einige Video-Impressionen zur Region:
» Videoclip: Cochemmosel #1
» Videoclip:Cochemmosel #2
» Videoclip:Ferienland Cochem

 

 

Der Calmont-Klettersteig

Im Calmont kraxeln wie in den Alpen
Aus: Rhein-Zeitung vom 15.05.01 von Rolf Goergen

Noch vor einiger Zeit wäre es fast einer mittleren Expedition gleichgekommen, das Felsenmassiv des "Calmont" von Bremm bis Eller (oder umgekehrt) zu durchqueren.

Schier unüberwindbare Felsenköpfe, Schiefersteinhalden, Brombeergewucher und andere Dornengewächse hätten das Weiterkommen nur schwer möglich gemacht. Jetzt ist alles anders.

Nach der Fertigstellung des Wanderpfades durch die beiden Gemeinden Eller und Bremm sowie Absicherungen an besonders schwierigen Passagen mit verzinkten Leitern, Handläufen, Zinken und Stufen, ist das Durchwandern des Calmont kein Problem mehr.

Festes Schuhwerk, Schwindelfreiheit und eine normale körperliche Kondition reichen aus, um einen Einstieg in den Berg zu wagen.

Weitere Infos zum Calmont - dem steilsten Weinberg Europas

Der Calmont - steilster Weinberg Europas

von Hans-Jürgen Franzen

Der Weinbau an der Mosel hat eine fast zweitausendjährige Geschichte. Um 280 n. Chr., als der römische Kaiser Marcus Aurelius Probus das Verbot des Rebenanbaus außerhalb Italiens aufhob, begann sich der Weinbau in vielen Teilen Frankreichs, aber auch an Rhein und Mosel auszubreiten. Aus dem um 370 n. Chr. entstandenen Gedicht "Mosella" des römischen Dichters Ausonius geht hervor, dass der Weinbau damals bereits, hundert Jahre später also, in hoher Blüte stand. Ausonius beschreibt in seinem Gedicht, dass die Berghänge des Moseltals bereits überall mit Reben bestanden waren: "...Wo auf Felsen, auf sonnigen Höhen, an Hängen, in Mulden Reben sich schwingen als habe Natur hier gebaut ein Theater. Bis zum Gipfel hinauf der himmelan strebenden Bergwand klettert vom Flusssaume her der grünen Reben Geranke..."

Joh. W. v. Goethe, der die Mosel 1400 Jahre später bereiste, berichtet Ähnliches: "Jeder sonnige Hügel war benutzt, bald aber bewunderten wir schroffe Felsen am Strom, auf deren schmalen, vorragenden Kanten, wie auf zufälligen Naturterrassen, der Weinstock zum allerbesten gedieh." Vielerorts an der Mosel erinnert die Landschaft an die Zeilen dieser und manch anderer Dichter, doch auf keinen Berghang passen sie besser als auf den steilsten aller, den Calmont. Zwischen den Moselorten Bremm und Eller an der Terrassenmosel liegt dieser Weinberg, der den Superlativ "steilste Weinbergslage Europas" für sich in Anspruch nehmen kann.

Die statistische Zahl von 56 Grad Steigung sagt wenig aus über den imposanten Anblick, den der Calmont dem Betrachter bietet. Fast drohend wie eine Wand steigt er von der Mosel aus dreihundert Meter aufwärts, in vielen Passagen noch steiler als diese statistischen 56 Grad, ja manchmal fast senkrecht. Die Steilheit dieses in Jahrmillionen vom Lauf der Mosel geschaffenen Hanges lässt sich erst begreifen, wenn man in die Terrassen steigt.

Es gibt keine zusammenhängende Rebfläche, sie wird immer wieder von steil abfallenden Felswänden und schroffen Felsvorsprüngen durchbrochen. Um den Hang nutzbar zu machen, legten die Winzer Terrassen an mit Hilfe von Stützmauern, die aber auf Dauer dem Druck des Berges nicht standhalten, nach einer Zeit teilweise wieder einstürzen und immer wieder ausgebessert oder bisweilen neu aufgebaut werden müssen.
Die Aufwendungen der Winzer an Arbeit und Kosten zur Bebauung und Erhaltung der Weinberge waren seit jeher immens. Kein Weg führt in den Calmont, nur schmale Pfade winden sich in Serpentinen den Berg hoch, überwinden durch Treppen die Felsen und Mauern der Terrassen. Dünger muss im Frühjahr auf dem Rücken hochgetragen werden, im Herbst die Trauben talwärts. Flurbereinigung wird immer unmöglich bleiben, Maschinen werden nie zum Einsatz kommen, um den Winzern die mühevolle und anstrengende, mitunter nicht ungefährliche Arbeit zu erleichtern.
Aufgrund dieses arbeitsintensiven Weinbaus ist seit etwa 1950 leider ein stetiger Rückgang der Rebfläche festzustellen. Dabei gedeiht die Rieslingrebe hier unter Bedingungen, wie sie vortrefflicher nicht sein könnten:

Der Berghang, etwa zwei Kilometer lang, besitzt die Form eines riesigen, nach Süden offenen Hohlspiegels. Die Höhe des Berges von vierhundert Metern schützt das Tal vor den kalten nördlichen Winden. Der Gipfelkamm des Calmont, von Wald und Hecken bedeckt, verhindert den Abfluss der kalten Luft ins Tal. Die klimamildernde Wirkung des Wassers der Mosel verstärkt sich hier noch, da der Fluss in einer engen Schleife praktisch zweimal parallel zum Berg fließt.
Ein sehr wichtiger Faktor ist auch die Bodenbeschaffenheit des Calmont. Es handelt sich um einen sehr leichten Boden (devonische Grauwacke), bestehend aus Schiefer mit einem sehr hohen Steinanteil von über 60 Prozent. Der günstige Sonneneinstrahlungswinkel, gegeben durch die optimale Hangneigung, die unzähligen Felsen und Mauern und der hohe Steinanteil des Bodens bewirken auch in sonnenarmen Jahren, dass der Boden sich schneller erwärmt und die Wärme besser speichert als anderswo.

Vor allem seinen idealen klimatischen und topographischen Verhältnissen verdankt es der Calmont, dass sich seine Weine durch eine eigene Art und Eleganz auszeichnen. Trotzdem ist der Calmont nur wenigen Weinkennern ein Begriff, was einmal auf der geringen Größe des Weinbergs von nur etwa zwanzig Hektar und dem bescheidenen Ertrag beruht.